von Michael Schardt

Kölner Karnevalsmarathon

... vierten Mal statt.

Der Karnevalsmarathon war von Anfang an eine Erfolgsgeschichte, denn immer wollten mehr Läufer mitmachen, als Startplätze zur Verfügung stehen. Das führte regelmäßig dazu, dass der Lauf vorzeitig ausgebucht war und man nur noch über eine Warteliste ins Starterfeld rutschen konnte bei eventuellen Absagen. So war es auch 2019. Die Strecke um den Pescher See, ein früheres Baggerloch, ist leicht wellig und beträgt 2,7km. Diese Runde ist 15 Mal zu absolvieren zuzüglich einer Pendelstrecke in umgekehrter Richtung von 1700 Metern, die am Anfang gelaufen wird. Die Strecke ist amtlich vermessen, und der Lauf findet unter Verbandsaufsicht statt, damit auch alles seine Ordnung hat und der Marathon offiziell anerkannt werden kann.

An den Start gingen 38 Männer und zwölf Frauen. Davon schafften die Strecke vier Männer und eine Frau nicht, so dass 34 Männer und elf Frauen in die Wertung kamen. Das ist ein Frauenanteil von 24 Prozent, weit mehr als bei üblichen Marathonläufen. Sportlich gesehen setzte die aktuelle Austragung Akzente, denn es gab zwei neue Streckenrekorde. Bei den Frauen siegte die jüngste Teilnehmerin im Feld, die Kölnerin Marta Choma, in 3:44:11h. Damit war sie die einzige Frau, die unter vier Stunden blieb. Die alte Bestmarke hatte Sonja Veith mit 3:54h gehalten. Bei den Männer hatte Sieger Martin Wilck seine neue Bestmarke schon im Vorfeld angekündigt. Wilck, der schon einmal den Karnevalsmarathon gewonnen hatte, lief nicht ganz einen Kilometerschnitt von vier Minuten und kam auf eine Endzeit von 2:52:01h. Er bleibt damit der bisher einzige Läufer, der unter drei Stunden blieb. Zum ersten mal hatte er es bei seinem ersten Sieg in 2:59:35h geschafft.

Wettertechnisch stand der Lauf unter einem guten Stern, es war zwar sehr kalt und einigermaßen windig, doch es blieb trocken. Hart war es vor allem für die freiwilligen und ehrenamtlich agierenden Helfer, die für reichlich Verpflegung im offenen Gelände sorgten oder die Runden mit einer Zange auf der Startnummer abknipsten, weshalb die Läufer nach jeder Runde immer kurz stehenbleiben müssen. Der auf Rekordjagd laufende Sieger war davon ausgenommen, da zählte jemand mit Schreibblock mit. Dank der Helfer konnte der Lauf immer noch einen kleinen Überschuss erwirtschaften, der an Organisationen gespendet wird, welche sich der karnevalistischen Brauchtumspflege widmen. Das Betrag für 2019 wird nach der Abrechnung noch auf der Homepage des Veranstalters bekanntgegeben.

Der Anmeldezeitraum für den nächsten Karnevalsmarathon beginnt sinnigerweise am Aschermittwoch 2020.

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